Konzert Review: Kreator - Celtic Frost u.a / Köln Live Music Hall 08.03.2007
Veröffentlicht am 12 Mär 2007 von madrebel
Kreator - Celtic Frost u.a /
Auftakttour zu einer der wohl meisterwarteten Touren des jungen Jahres. Und das in einer coolen Konstellation. Die alte Garde tourt mit dem Nachwuchs. So soll es sein.
Als dann pünktlich um 18.45h, viel zu früh eigentlich und für viele ein Ärgernis, da die Einlasszeit später angegeben war, die Black Metaller von „Watain“ begannen, standen vielleicht 150 Leute in der gesamten Halle verteilt. Das hielt aber die Jungs nicht davon ab, gleich auf das derbste loszurumpeln und vorne ging bei den wenigen anwesenden eine heftige Mosherei los. Nun, teils wirkte das ganze sogar recht punkig und sehr räudig, kam sehr gut an und wirkte auch sehr sympathisch und spielfreudig. Nur der Sound war etwas miserabel. Ansonsten guter Gig.
Eine gefühlte Ewigkeit dudelte sphärische und düstere Musik durch die Halle, bis endlich gegen 20.45h nach fast zwanzigjähriger Tourabstinenz, die Schweizer „Celtic Frost“ wieder die Ehre gaben.Und was war die Stimmung gut. Insbesondere die schon etwas betagtere Kopfschüttlerfraktion war von Anfang an hellauf begeistert, allerdings auch der Nachwuchs ließ sich rasch vom Sound der Schweizer mitreißen. Und wie ein altes Auto, was zu lange gestanden hat, fing der Motor der Jungs an zu orgeln. Mit „Procreation of the Wicked“ ging es los und man merkte, wie lange man nicht mehr, bis auf einige Festivalgigs, auf der Bühne stand. Doch schon beim dritten Song lief die Kiste wunderbar und die Menge tobte. Martin Eric Ain, mit fettem Rauschebart, glänzet mit pathosbeladenen Ansagen, die durchaus inhaltlich nicht von Pappe waren. Der Aushilfsgitarrist V Santura machte allerdings auch einen guten Job.
Aber genug davon. Klassiker wurden reichlich gespielt. Das unvermeidliche und immer wieder endgeile „Circle of the Tyrants“, „Into The Cryps Of Rays”, Morbid Tales”, vielen alten Recken dürften einige Freudentränen die Wange hinabgelaufen sein.
Doch auch die neuen Stücke, wie z.b.:“Ain Elohim“ kamen sehr gut an. Zwar war es manchmal doch recht anstrengend, dem ganzen zu folgen, dennoch, die Jungs verstanden es, den Zuschauer an sich zu binden. Mit „Synagoga Satanae“ entließ man daraufhin das Publikum und die Anwesenden waren sich einig, hier ein Konzert erlebt zu haben, was hoffentlich mal wiederholt wird.
Auch sonst war die Stimmung sehr geil und „Kreator“ bewiesen, dass sie immer noch eine Topliveband sind, die nicht nur sehr sympathisch wirkt, sondern auch die Bude richtig zum kochen bringt. Mit „Flag of Hate“ und „Tormentor“ beendete man dann diesen wirklich gelungenen Konzertabend und schickte die sehr zufriedenen Fans in den kalten Abendhimmel.
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