CD Review: Immortal - Sons of northern darkness
Veröffentlicht am 11 Apr 2002 von maximillian_graves
Sehnsüchtig wurde dieses Album der Black Metall-Könige aus Bergen in Norwegen erwartet. Doch das Warten hat sich gelohnt...
1. One by one
2. Sons of northern darkness
3. Tyrants
4. Demonium
5. Within the dark mind
6. In my kingdom cold
7. Antarctica
8. Beyond the north waves
Line-Up:
Abbath - Guitars & Vocals
Horgh - Drums
Iscariah - bass
Eschienen 2002 bei Nuclear Blast
"Recorded and mixed in Abyss-Studius, September 2001" und "Produced by Peter Tägtgren" sollten an und für sich
Qualitätsmerkmale für sehr hochwertigen und hervorragend klingenden Death Metal sein. Leider scheint sich aber
auf diesem Album einmal mehr ein seit einigen Monaten kursierendes Gerücht zu bewahrheiten: Peter Tägtgren
scheint sein berühmtes Gehör und damit das Gespür fur guten Sound zu verlieren.
So klingt "Sons of northern darkness" durchaus nach Immortal, was aber vorrangig Abbath's Verdienst sein dürfte,
der in bekannter Manier nach Herzenslust und voller Inbrunst schreit, dass selbst Thor und Odin ihn hören können
sollten.
Leider wird das Drumherum Abbath's toller Leistung aber nicht gerecht.
Wie von "Damned in black" gewohnt gehen Immortal zwar herrlich aggressiv zu Werke, doch die Feinheiten gehen in
einem Soundbrei unter, der nicht wenig an Tägtgrens Hauptprojekt Hypocrisy erinnert.
Zwar lassen Songs wie der Titeltrack, "In my kingdom cold" oder auch "Beyond the north waves" eigentlich nichts
vermissen, doch das ändert nichts daran, daß die durchweg hochklassigen Songs allesamt geradezu kaputtgemischt
wurden.
Um den grundnegativen Tenor doch wieder etwas zu relativieren: Nach einigen Hördurchgängen hat man sich an das
Klangbild gewöhnt und kann dem ganzen aufmerksamer und intensiver zuhören.
Ich habe hier den Digipak vor mir liegen, der in aufwendigem, schönem und liebevoll gestaltetem Karton geliefert
wird. Die Hülle ist in vier Richtungen auffaltbar udn bietet neben den Photos der Bandmitglieder alle Songtexte
sowie die obligatorischen Linernotes.
Für dieses Schmankerl gibts Bonuspunkte von mir.
Die im Rahmen des Releases ebenfalls erschienene Ltd.-Steel-Edition, in welchem die CD in eine Metallplatte
eingelassen war, war quasi bereits zum Verkaufsstart ausverkauft und dürfte, so sich denn ein Verkäufer findet,
in einigen Jahren Mörderpreise auf den Börsen und Auktionen erzielen.
Fazit: Songwriterisch hochklassiges, leider unzulänglich gemixtes Album einer der besten Black Metal-Bands
überhaupt.
Kommentare zu diesem Artikel
Na, nu aber mal langsam. Ich war von Anfang an (fast) begeistert von dem Sound. Er ist ultrafies, sehr rauh und dunkel und trotzdem unglaublich transparent. Da hatte ich eher mit der vorherigen diesbezüglich Probleme. Ebenso bei der Dark Funeral, die klingt mir vom Schlagzeug zu klinisch. Ansonsten: Immortal stehen unangetastet an der Spitze !
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