Konzert Review: Ephel Duath - World Excape - Layment / 14.01.2006 / Ratingen Lux
Veröffentlicht am 19 Jan 2006 von madrebel
Der erste Event nach der Winter und Renovierungspause war heute den Metalheads vergönnt und das auch direkt mit einem Knaller. Die in Undergroundkreisen recht beliebten „Ephel Duath“ aus Italien spielten heute auf und um die 120 Besucher tummelten sich im Lux.
Ephel Duath - World Excape - Layment / 14.01.2006 / Ratingen Lux
Den Beginn machten allerdings die Powermetaller „Layment“ aus Herne, in der auch der Drummer von „Crysalis“ die Stöcke schwingt. Die Jungs spielten recht annehmbaren und guten Power Metal, der nicht schlecht war, mich persönlich aber recht schnell langweilte. Trotzdem, eine recht gute Band, die durchaus ihre Berechtigung hat. Leider schien der Fronter etwas erkältet gewesen zu sein, denn es fehlte etwas an Power in der Stimme.
Wie dem auch sei, ein angenehmer Auftritt des Ruhrgebietsfünfers, auch wenn er nicht so Recht zum Rest des Billings passen wollte.
„World Escape“ aus Trier waren danach ein ganz anderes Kaliber. Mit einem Mix aus Death und Thrash, einem Schuß „Kreator“ und „Carcass“, von denen man später noch „Heartwork“ spielte, konnte man beim extremen Publikum sehr schnell Punkte sammeln.
Kein Wunder, war doch eben jener oben beschriebene Mix, wie geschaffen für den heutigen Abend. Die Jungs knüppelten sich dann auch durch einen gnadenlos geilen Gig und hatten einfach richtig Spaß dabei.
Ein echter Livekracher, der Lust auf eine Wiederholung macht.
Was nun jedoch kam, war unbeschreiblich. Eine Stunde lang gab es einen vollkommen wahnwitzigen Mix aus Death Metal, Progrock, Jazz, Avantgarde und das in einem achterbahnartigen Stil, dass einem beinahe die Luft wegblieb.
Die Musik der fünf Italiener war einfach nur abgedreht,schräg, unterhaltsam, intelligent und absolut genial. Wenn man nicht gerade abging, hatte man nur den Mund vor Staunen offen.
Was die introvertierten Jungs da auf der Bühne ablieferten, war Unterhaltung pur und keiner war enttäuscht vom Auftritt. Absolut genial und mit Worten kaum zu beschreiben war das, was hier abging.
Besonders der Frontmann hatte es unheimlich drauf, geile Growls, cleane Parts, alles dabei. Dazu noch die ultrageilen Gitarrenparts, hier wurde nicht gekleckert,sondern geklotzt. Großartiger Auftritt. Und viele waren sich einig, die dürfen bald wiederkommen.
Toller Abend.
madrebel
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