CD Review: Angel Dust - Of Human Bondage
Veröffentlicht am 02 Mär 2002 von madrebel
ANGEL DUST sind und bleiben anders. Anders als die meisten Metal-Bands aus deutschen Landen, die sich mit Vorliebe das Label „Teutonen-Metal“ an die Kutte heften oder angeheftet bekommen.
geschrieben von Harry
ANGEL DUST
Of human bondage
Century Media
ANGEL DUST sind und bleiben anders. Anders als die meisten Metal-Bands aus deutschen Landen, die sich mit Vorliebe das Label „Teutonen-Metal“ an die Kutte heften oder angeheftet bekommen.
Aber dies soll keine Negativ-Kritik für Bands wie BLIND GUARDIAN, RUNNING WILD, GRAVE DIGGER und Konsorten werden, dafür sind diese musikalisch für mich einfach zu irrelevant,
sondern eher mal wieder die x-te Positiv-Reaktion auf eine Veröffentlichung der Dortmunder Melodic-Metaller.
ANGEL DUST liefern auch mit ihrem mittlerweile sechsten Album (zwei in den 80ern, das jetzt vorliegende ist das Vierte nach der Schaffenspause seit 1998) wieder ein innovatives und frisches Stück zeitgemäßen Metal mit eingängigen Melodien ohne Ende ab.
Die Keyboard-Parts werden dezent und richtig platziert eingesetzt, die markante ANGEL DUST-Brat-Gitarre ist immer und überall präsent,
die Rhythmus-Sektion arbeitet wie immer perfekt und Dirk Thurisch ist nicht nur auf Platte sondern auch live ein Klasse-Sänger.
Als Anspieltips zu nennen wären „The human bondage“, „Unreal soul“, die sehr fette Semi-Ballade „Disbeliever“ und „Unite“.
Was fehlt, ist die Über-Nummer a la „Bleed“, von daher kommt “Of human bondage” nicht ganz an die beiden Meisterwerke „To dust you will decay“ und „Bleed“ heran,
aber METALLICA hatten auch nur eine „Master...“ und QUEENSRYCHE nur eine „...Mindcrime“.
Damit liegen ANGEL DUST eigentlich schon über dem Durchschnitt.
Lassen wir also Schwert und Kettenhemd für ´nen Augenblick im Schrank hängen und genießen das erste richtige CD-Highlight des Jahres.
Und live sind die Jungs eh ´ne Bank, was auf der anstehende Tour im April wieder mal angetestet werden kann.
Harry
Startseite